Twitch-Streamer gewinnt mit seinem Team die EM in LoL, verrät, wie es weitergeht
Der Streamer Caedrel ist weltweit führend bei Twitch. Sein neues Ziel für League of Legends klingt dennoch übertrieben. Der Beitrag Twitch-Streamer gewinnt mit seinem Team die EM in LoL, verrät, wie es weitergeht erschien zuerst auf Mein-MMO.de.


Der Brite Marc Robert „Caedrel“ Lamont ist 2025 der meistgesehene Streamer auf Twitch. In einem Video stellt er jetzt seine Ziel für League of Legends vor und das klingt trotz allem, was er erreicht hat, etwas größenwahnsinnig. Der Brite träumt davon, die Weltmeisterschaft in LoL zu gewinnen oder es zumindest zu versuchen.
Das hat Caedrel erreicht: Der Streamer ist in den letzten Monaten zum größten Streamer der Welt auf Twitch aufgestiegen. Mit 30,3 Millionen gesehenen Stunden in den letzten 90 Tagen liegt er vor dem durch Trump beflügelten Asmongold und einem japanischen Streamer. Dabei besteht der Inhalt von Caedrel ausschließlich aus League of Legends.
Der frühere Profi-Spieler ist als Caster auf Twitch groß geworden, weil er als Co-Streamer über die offiziellen Übertragungen von E-Sport-Spielen kommentiert hat und beliebter als die offiziellen Kanäle wurde.
Ende 2024 gründete er sein eigenes E-Sport-Team, besetzt mit 3 früheren Elite-Spielern, einem unkonventionell agierenden Twitch-Streamer und einem unbekannten Jungler: Dieses Team „Los Ratones“ gewann eine Regional-Liga in Lol und von da aus die Europameisterschaft.
Das ist wohl das Ziel für Caedrel, die US-Liga zu LoL.
Caedrel strebt für 2026 eine Teilnahme an einer Tier-1-Region an
Das ist jetzt sein Plan: Für 2025 nimmt sich Caedrel weiterhin vor, die Regionalliga zu gewinnen und zu den EU-Masters zu fahren. Nebenbei schwebt ihm ein Bootcamp in Südkorea vor. Aber im Wesentlichen will Caedrel so weitermachen wie im sehr erfolgreichen Winter Split, als Los Ratones alles gewannen, was es für sie zu gewinnen gab.
Doch er deutet an, dass ihm das für 2026 nicht mehr reicht. Er sagt, er wolle auf eine Reise gehen und nicht immer dasselbe machen.
Für 2026 plant er, mit Los Ratones in eine „Tier-1“-Liga zu wechseln. Da er es für unwahrscheinlich hält, mal eben 20 Millionen € für einen eigenen Spot locker zu machen, überlegt Caedrel eine Kooperation mit einem Team, könnte sich aber auch vorstellen, nach Amerika zu wechseln und dort den Gast-Platz in der Liga anzunehmen.
Wenn das nichts wird, kann sich Caedrel eine Welt-Tour mit Los Ratones vorstellen, um jeweils einige Monate in eine LoL-Region zu reisen und dort gegen die besten Teams anzutreten.
Projekt Los Ratones wird immer größer und fordernder
So sieht er seine Rolle: Caedrel sagt, als jemand, dem ein Studium fehlt, sei gerade der Business-Part von Los Ratones für ihn mittlerweile sehr fordernd.
Er habe das Team aus Spaß gegründet und weil er dachte, es sei cool und bringe guten Content, hatte aber niemals damit gerechnet, dass Los Ratones so groß werden würde.
Man werde jetzt wohl Partnerschaften mit Firmen eingehen und die Spieler an den Einnahmen beteiligen.
Caedrel hat wiederkehrenden Traum von der Weltmeisterschaft in LoL
Was klingt größenwahnsinnig? Trotz allen Erfolgs: Eine Passage in seinen Plänen klingt etwas größenwahnsinnig und das ist Caedrel selbst klar.
Er sagt, er habe in den letzten Wochen einen wiederkehrenden Traum, in dem er sich selbst auf der Bühne einer Weltmeisterschaft sitzen und weinen sieht:
Ich weiß nicht, was das heißt. Ich hatte den Traum jetzt 5-mal. Ich mach keine Witze. Wenn ich nur daran denke, fühle ich mich … seltsam.
Er sagt, vor einigen Jahren habe er überlegt, nach Amerika zu wechseln, um dort Cheftrainer zu werden. Ein Teil von ihm wolle es zumindest versuchen, einmal Weltmeister zu werden. Er habe das Gefühl, er könne nicht mit sich leben, ohne es einmal versucht zu haben:
Wie das passieren soll – weiß ich nicht. Aber der einzige Weg, der dahin führt, ist es, in einer Tier-1-Region anzutreten.



Das steckt dahinter: Bei aller Liebe, allein die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft ist jetzt schon für Los Ratones weit entfernt. „Eine Möglichkeit, die WM zu gewinnen“ ist nicht nur für Caedrel ein unerreichbar scheinender Traum, sondern für jeden Nicht-Asiaten.
Wie zuletzt der deutsche Coach Grabbz erklärte, sei die Lücke zwischen dem westlichen LoL und den starken Teams aus Asien riesig und noch größer, als viele glauben.
Und dass ein Brite mal eben so Coach eines Teams aus Südkorea wird, das um die Weltmeisterschaft mitspielt, scheint wirklich weit entfernt – als bei T1 im Jahr 2020 mal die Idee aufkam, einen „Wrestler“ ins Coaching-Team zu holen, haben die südkoreanische Fans dem Team die Bude eingerissen.
Zwar hat zugegeben, ein Mitglied von Los Ratones, Rekkles, tatsächlich die Weltmeisterschaft gewonnen, hat aber keine Sekunde gespielt.
Aber na gut, Caedrel ist 29 und hat noch Pläne. Aber mit früheren Profi-Spielern eine Liga zu dominieren, die vor allem aus Amateur-Spielern besteht und den 32-jährigen NoWay platt zu machen, ist natürlich eine Leistung, aber nicht zu vergleichen damit, an Leuten wie Chovy oder Faker vorbei, eine Weltmeisterschaft in LoL zu gewinnen: Das neue coole Team von LoL hat 180.000 Zuschauer auf Twitch, überrollt deutschen Streamer
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