Seit 14 Jahren nutze ich jeden Tag WhatsApp – diese Funktion vermisse ich bis heute
Während ich diesen Text schreibe, liegt mein Handy neben mir und erinnert mich mit einem dezenten Vibrieren an die Geburtstage meiner Kontakte. Doch anders als bei Telegram oder Signal kann ich meine Glückwünsche in WhatsApp nicht einfach vorplanen. Ein Versäumnis, das den Messenger-Riesen meiner Meinung nach zunehmend altbacken aussehen lässt.Ein Kommentar von Robert Kohlick

Während ich diesen Text schreibe, liegt mein Handy neben mir und erinnert mich mit einem dezenten Vibrieren an die Geburtstage meiner Kontakte. Doch anders als bei Telegram oder Signal kann ich meine Glückwünsche in WhatsApp nicht einfach vorplanen. Ein Versäumnis, das den Messenger-Riesen meiner Meinung nach zunehmend altbacken aussehen lässt.
Ein Kommentar von Robert Kohlick
WhatsApp lässt mich Nachrichten noch immer nicht vorplanen
Erst vor Kurzem wieder: Eine Stunde vor Mitternacht fiel mir dank Kalendererinnerung ein, dass ein Freund am nächsten Tag Geburtstag hat. „Naja, werde ich schon morgen dran denken!“, dachte ich mir und ging schlafen. Ihr könnt es euch denken: Ich habe es natürlich vergessen. Der Gute bekam seine nachträglichen Glückwünsche knapp eine Woche später von mir – Mann, war mir das peinlich…
Wie praktisch wäre es gewesen, direkt eine Nachricht zu verfassen und zeitversetzt absenden zu lassen? Etliche Messenger und Programme bieten eine solche Funktion bereits an: Telegram hat sie seit 2019, Signal zog 2022 nach. Selbst in Gmail kann ich seit einer gefühlten Ewigkeit meine Mails vorplanen und in Slack nutze ich die Funktion ebenfalls beinahe täglich.
Nur WhatsApp – ausgerechnet der Marktführer unter den Messengern – lässt mich weiter warten. Hier funktioniert es nur über groteske Umwege, durch die Nutzung von Drittanbieter-Tools – komfortabel geht anders!
WhatsApp stellt sich mal wieder quer
Die technische Umsetzung einer solchen Nachrichtenplanung ist längst erprobt. Bei Telegram können wir Nachrichten minutengenau für die nächsten Stunden, Tage oder sogar Wochen vorprogrammieren. Das System funktioniert zuverlässig und wurde begeistert aufgenommen.
Meta, der Konzern hinter WhatsApp, scheint sich stattdessen lieber auf Marketing-Features wie Status-Updates oder Communities konzentrieren. In meinen 14 Jahren als WhatsApp-Nutzer habe ich gelernt: Der Messenger entwickelt sich oft erst dann weiter, wenn der Druck der Konkurrenz zu groß wird. Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als WhatsApp sich weigerte, einen Dark Mode einzuführen? Oder als Mehrgeräte-Nutzung unmöglich schien?
Mit jedem Tag, an dem WhatsApp diese simple Funktion nicht anbietet, wächst in mir die Versuchung, zu einem anderen Messengern zu wechseln. Denn manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die den Unterschied zwischen einem guten und einem herausragenden Dienst ausmachen.LinkWhatsApp: 13 Tipps & Tricks, die du kennen solltest