Open-Ear-Kopfhörer Earfun Openjump im Test
Preis-Leistungs-Tipp: Die Open-Ear-Kopfhöre Earfun Openjump überraschen im Test mit beeindruckenden Akkulaufzeiten und vielen Funktionen zum moderaten Preis.
Preis-Leistungs-Tipp: Die Open-Ear-Kopfhöre Earfun Openjump überraschen im Test mit beeindruckenden Akkulaufzeiten und vielen Funktionen zum moderaten Preis.
Besonders für Sportler und Verkehrsteilnehmer sind Open-Ear-Kopfhörer eine interessante Alternative zu klassischen In-Ear- oder Over-Ear-Modellen. Die Earfun Openjump reihen sich in dieses wachsende Segment ein und versprechen zum günstigen Preis eine ordentliche Leistung.
Anders als die Knochenschall-Technologie, die bei einigen Modellen von Shokz zum Einsatz kommt, setzen die Openjump wie die meisten anderen aktuellen Top-Open-Ear-Modelle auf Luftschallübertragung, bei der die Membran direkt vor dem Hörkanal sitzt. Dies soll eine bessere Audioqualität ermöglichen, während Umgebungsgeräusche dennoch wahrnehmbar bleiben. Wie sich die Earfun Openjump im Vergleich zu Konkurrenten wie den Soundcore Aerofit 2 oder den Shokz Openfit schlagen, zeigt unser Test.
Design und Verarbeitung
Die Earfun Openjump setzen auf ein offenes Ohrdesign mit Titanlegierung. Jeder Ohrhörer wiegt 7,8 Gramm und sitzt mittels eines dünnen, flexiblen Silikonbügels am Ohr. Die Oberfläche der Open-Ear-Hörer mit dem Earfun-Schriftzug (welcher sich eher wie earfün liest) wirkt etwas unpassend und aufgesetzt. Im direkten Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie den Soundcore Aerofit 2 oder Shokz Openfit erscheint das Design weniger hochwertig, kann aber mit seiner schlanken Bauform punkten.
Das Ladecase misst 2,6 cm in der Höhe, 7,3 cm in der Breite und 6,5 cm in der Tiefe bei einem Gewicht von 70 Gramm. Es ist zwar größer als das Case der Huawei FreeArc, aber immer noch kompakter als das der Soundcore Aerofit 2. Das Scharnier funktioniert einwandfrei, jedoch besteht das Case hauptsächlich aus Kunststoff, was haptisch weniger premium wirkt.
Die Verarbeitung der Openjump ist robust, das unterstreicht auch die IPX7-Zertifizierung, welche sie wasser- und schweißbeständig macht. Die Materialien der Ohrhörer machen einen stabileren Eindruck als die des Cases. Praktisch: Die dünnen und flexiblen Ohrbügel lassen sich an die individuelle Ohrform anpassen und sorgen für einen sicheren Halt.
Wie gut ist der Klang des Earfun Openjump?
Die Earfun Openjump sind mit 14,2-mm-Treibern ausgestattet, die für einen ordentlichen Bass sorgen. Zusätzlich bieten sie eine gerichtete Akustiktechnologie sowie räumliches Audio mit Kopfverfolgung.
Das offene Klangbild überzeugt, allerdings fällt der Bass im Vergleich zu In-Ear-Modellen erwartungsgemäß schwächer aus. Dies macht die Earfun Openjump zu einer guten Wahl für Podcasts und Hörbücher. Der über die App aktivierbare Theatermodus fügt dem Klangbild mehr Räumlichkeit hinzu und entpuppt sich im Test als die akustisch beste Option zum Musikhören. Hier wirkt der Klang ausgewogen, mit einem guten Verhältnis zwischen Höhen und Tiefen. Insgesamt bieten die Openjump für ihren günstigen Preis einen guten Sound.
Weniger überzeugend ist die Qualität bei Telefongesprächen. Unser Gesprächspartner nimmt unsere Stimme schnarrend und gedrungen wahr. Auch wir verstehen unser Gegenüber nur etwas dumpf. Eine klare Schwäche der Earfun Openjump.
Bedienung
Die Bedienung der Earfun Openjump erfolgt über Touch-Steuerungen. Ein einfaches Tippen passt die Lautstärke an, zweimaliges Tippen löst Play/Pause aus und dreimaliges Tippen wechselt den Track.
Die Touch-Steuerung reagiert etwas empfindlich, was zu unbeabsichtigten Eingaben führen kann. Glücklicherweise lassen sich die Ein-Klick-Funktion wie alle anderen Touch-Gesten auch über die App anpassen oder deaktivieren, was Fehlbedienungen minimiert. Allerdings gibt es wie bei allen anderen bisher von uns getesteten Open-Ear-Kopfhörern auch hier keine Trageerkennung, wodurch die Musik weiter läuft, auch wenn die Kopfhörer nicht mehr im Ohr sind.
App
Die Earfun Audio App ist für Android und iOS verfügbar und bietet zahlreiche Funktionen. Dazu gehören personalisierte Touch-Einstellungen, Batteriestandanzeige, eine 10-Band-EQ-Anpassung, 14 EQ-Voreinstellungen und 15 genrespezifische Einstellungen für verschiedene Musikrichtungen wie Hip-Hop oder Klassik.
Ungewöhnlich bei Open-Ears: Sie unterstützen den LDAC-Codec für hochauflösendes Audio, was jedoch den Multipoint-Modus deaktiviert. Zudem bieten sie Google Fast Pair für eine einfache Verbindung mit Android-Geräten.
Eine nützliche Funktion ist der integrierte Finder für verlorene Ohrhörer. Die Option „Mein Soundprofil“ kann die einzelnen Frequenzen an das eigene Gehör anpassen, was besonders für ältere Nutzer interessant ist, deren Gehör bestimmte Frequenzen nicht mehr optimal wahrnimmt.
Akku
Ein herausragendes Merkmal der Earfun Openjump ist ihre beeindruckende Akkulaufzeit. Die Ohrhörer halten bei mittlerer Lautstärke und AAC-Codec bis zu 11 Stunden pro Ladung durch. Mit dem Ladecase erreichen sie eine Gesamtlaufzeit von bis zu 42 Stunden, was selbst für längere Reisen oder intensive Nutzung ausreicht.
Die Openjump unterstützen sowohl USB-C- als auch kabelloses Laden via Qi. Praktisch ist die Schnellladefunktion: Schon 10 Minuten Ladezeit ermöglichen etwa 4 Stunden Wiedergabe. Die Ohrhörer selbst sind in etwa einer Stunde vollständig geladen, während das Ladecase über USB-C etwa eine Stunde und 45 Minuten benötigt.
Diese Akkulaufzeit übertrifft viele Konkurrenzmodelle im Open-Ear-Segment und stellt einen echten Pluspunkt der Earfun Openjump dar.
Preis
Die Earfun Openjump kosten laut Preisverlaufskurve bisher entweder 60 Euro oder 80 Euro (Amazon). Damit positionieren sie sich im unteren Preissegment für Open-Ear-Kopfhörer.
Fazit
Die Earfun Openjump positionieren sich als solide Open-Ear-Kopfhörer im günstigen Preissegment. Sie überzeugen durch ihre hervorragende Akkulaufzeit, den guten Tragekomfort und die umfangreichen Funktionen der begleitenden App. Der Klang ist für den Preis ordentlich, wobei der Theatermodus eine willkommene Verbesserung des räumlichen Klangerlebnisses bietet.
Abstriche müssen bei der Materialqualität des Ladecases, dem etwas weniger hochwertigen Design im Vergleich zu Premium-Konkurrenten und besonders bei der Telefonqualität gemacht werden. Die empfindliche Touch-Steuerung kann stören, lässt sich aber über die App anpassen.
Für Nutzer, die einen Open-Ear-Kopfhörer zum moderaten Preis suchen, der lange Akkulaufzeiten bietet und bei sportlichen Aktivitäten einen sicheren Sitz gewährleistet, sind die Earfun Openjump eine verlockende Option. Sie eignen sich besonders gut für Podcasts und allgemeine Musikwiedergabe, während Bassliebhaber und Vieltelefonierer möglicherweise besser zu anderen Modellen greifen sollten.
Die Earfun Openjump kosten unter 80 Euro, manchmal gar nur 60 Euro und bieten dennoch einen ordentlichen Klang, perfekten Halt, viele Features, eine tolle App und eine überragende Akkulaufzeit. Unser Preis-Leistungs-Tipp!
- Akkulaufzeit von bis zu 11 Stunden
- komfortables, leichtes Design
- umfangreiche App
- LDAC-Codec und kabelloses Laden
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- mäßige Qualität bei Telefongesprächen
- empfindliche Touch-Steuerung
- schwächerer Bass im Vergleich teureren Modellen