Creator verärgert: Instagram App Edits soll Paid Features erhalten

Die Videobearbeitungs-App Edits von Instagram braucht bis zum Lauch noch ein bisschen Zeit, ist dann aber kostenlos verfügbar. Doch Paid Features sollen laut Head of Instagram Adam Mosseri ebenfalls integriert werden.

Apr 2, 2025 - 09:12
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Creator verärgert: Instagram App Edits soll Paid Features erhalten

It [Edits, Anmerkung der Redaktion] will be free. I think over time we might have some paid features where we’re going to need to cover costs for big AI features, but in general we want to create as many features that are free as possible; because the more people can create, the more they will create, the better Instagram will be and the more we will all benefit […].

Das erklärt Adam Mosseri, Instagrams Chef, auf seinem eigenen Account in einem Video. Ein User fragte zuvor, wann die Standalone App zur Videobearbeitung endlich kommt und ob sie kostenfrei bleibt. Darauf antwortet Mosseri und gibt Details zum aktuellen Status der App preis, die es künftig mit CapCut aufnehmen soll.


Edits kommt:

Das alles kann die App!

Edits App auf Smartphone Screen, Edits-Logo, schwarzer Hintergrund
© Instagram via Canva


Edits: Startdatum noch vage, Business-Plan wird klarer

Kürzlich haben wir bereits über den verschobenen Start für Ediuts berichtet. Zu jenem Zeitpunkt war im App Store der voraussichtliche Start am 31. März angegeben. Jetzt ist das Datum auf den 30. April geändert worden. Auch dieses Datum ist aber nicht verbindlich und womöglich müssen sich die Creator sogar auf eine noch längere Wartezeit einstellen.

Im App Store ist das neue etwaige Startdatum von Edits angegeben, Screenshot App Store (Edits)

Im App Store ist das neue etwaige Startdatum von Edits angegeben (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), Screenshot App Store (Edits)

Auch in Adam Mosseris Video gibt es keine konkrete Aussage bezüglich des Startdatums. Er spricht von einem Start in den nächsten paar Wochen. Ob das eher drei oder acht Wochen sind, bleibt aber unklar. Dafür erklärt Mosseri, dass Instagram aktuell schon mit Creatorn in einer Testphase für die App ist, um mithilfe des Feedbacks dieser Creator Iterationen umzusetzen und die App zu optimieren.

Sobald die App dann verfügbar ist, wird sie kostenfrei als Alternative zu CapCut und anderen Videobearbeitungsoptionen angeboten. Die geplante Integration von Paid Features aber dürfte Creatorn verärgern. Sie wünschen sich den kostenfreien Zugang zu vielen Optionen, um ihre Reels zu optimieren. Welche Funktionen letztlich als Paid Features hinzukommen werden, ist noch nicht klar. Womöglich wird Instagram KI-Features dafür in Betracht ziehen, deren Entwicklung und Bereitstellung viel Geld kostet, wie Mosseri betont. Dabei ist es kaum überraschend, dass Meta auch mit der Standalone App Edits Geld verdienen möchte – zumal CapCut und Co. ebenfalls Pro-Versionen im Bezahlabonnement anbieten. Sowohl das Go-to-Format Reels als auch die Bearbeitungsoptionen sollen dem Konzern zu noch mehr Relevanz auf dem Markt verhelfen und zugleich die Monetarisierung fördern. Das geht Hand in Hand mit Metas Strategie. Der Tech-Konzern führt immer wieder umfassende Funktionserweiterungen ein, die künftig Potential für Umsatzsteigerungen liefern. Die Meta AI beispielsweise soll in Zukunft Inventar für Ads bereitstellen, zum Beispiel gesponserte Antworten.

Was die Videobearbeitungs-App kann: Feedback-Tipp von Mosseri

Edits soll, so verriet Adam Mosseri kürzlich, umfassend in das Meta-Ökosystem integriert werden – und außerdem als eine Art Testlabor für Funktionen dienen, die später möglicherweise auch direkt bei Instagram eingebaut werden. Auf die Frage eines Users, ob man Reels nachträglich editieren kann, antwortete der Instagram-Chef auf seinem Account kürzlich mit nein. Doch mit Edits kann man ein Reel vorab speichern und Kontakten für Feedback-Anfragen schicken. Das ist wie eine abgespeckte Version von Trial Reels, nur für Bekannte und ohne öffentliche Darstellung.

Diese Aussicht dürfte viele User freuen, schließlich bietet die App eine Reihe interessanter Funktionen: von KI-gestützten Animationen über automatische Untertitel und Sound Enhancements bis hin zu erweiterten Schriftarten und Hintergründen. Auch Live Insights und Analyse-Tools für Creator sind verfügbar. Außerdem ist es etwa möglich, verschiedene Videos an einem Ort abzuspeichern, um so einen umfassenden Überblick über die eigenen Projekte zu behalten. Und mit Cutouts können einzelne Objekte oder auch Personen aus einem Video herausgeschnitten werden. Reels, die direkt von Edits zu Instagram gepostet werden, erhalten zudem ein Made with Edits Label. Wie mit der App bearbeitete Videos aussehen können, hat Meta CEO Mark Zuckerberg zuletzt schon anschaulich aufgezeigt.


So sieht Instagrams Edits App in Aktion aus:
Mark Zuckerberg zeigt Video

© Mark Zuckerberg, deimagine via Canva