Was OpenAIs neues Open-Weight-Modell ausmacht
2025 wird das Jahr der offenen KI: Mit einem neuen Sprachmodell setzt jetzt auch OpenAI auf Transparenz, Kontrolle und die Möglichkeit zur lokalen Anwendung. Der Schritt dürfte nicht nur Entwickler:innen und Forschende aufhorchen lassen – sondern auch die Konkurrenz.

DeepSeek hat es vorgemacht, Meta zog mit Llama, der Modellreihe, , nach – und jetzt folgt auch OpenAI:
Meta machte mit der Modellreihe Llama, die kürzlich einen neuen Download-Top-Wert erreicht hat, den Anfang und DeepSeek zog kürzlich mit dem R1-Modell nach – und sorgte damit für besonders viel Aufmerksamkeit in der Open Source Community. Nun folgt auch OpenAI mit einem eigenen Modell samt offener Gewichte. Der Tech Player plant, noch im Sommer 2025 nach GPT-2 ein erstes neues leistungsfähiges Open-Source-Sprachmodell zu veröffentlichen. Die Ankündigung wirkt wie ein strategischer Schwenk. Insider sehen darin ein Zugeständnis an den steigenden Druck aus der Open Source Community.
Kommt DeepSeek R2 schon Mitte März?
Konkurrenz für Claude 3.7 und GPT-4.5

Von der API-Mauer zur offenen Architektur
Wer bisher mit GPT-4 arbeiten wollte, musste über ChatGPT oder die API kommen. Zugang ja – Kontrolle nein. Mit dem geplanten Open-Weight-Modell ändert sich das grundlegend. Denn erstmals seit GPT-2 will OpenAI die internen Parameter eines leistungsstarken Modells veröffentlichen und es für lokale Nutzung zugänglich machen.
Die Ankündigung erfolgte unter anderem auf X – CEO Sam Altman erklärt auf der Plattform, dass man lange über diesen Schritt nachgedacht habe, dieser nun aber höchste Relevanz besitze.
TL;DR: we are excited to release a powerful new open-weight language model with reasoning in the coming months, and we want to talk to devs about how to make it maximally useful: https://t.co/XKB4XxjREV
we are excited to make this a very, very good model!
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we are planning to…— Sam Altman (@sama) March 31, 2025
Vor dem Release solle das Modell laut Altman anhand des OpenAI-internen Preparedness Frameworks evaluiert werden. Und: Entwickler:innen können sich über eine Website bereits für Feedback Sessions anmelden – erst in San Francisco, später auch in Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum.
Was Open Weights konkret bedeuten – und warum das für dich relevant ist
Bei Open-Weight-Modellen werden nicht nur API-Zugänge freigeschaltet – es geht um die offene Veröffentlichung der Modellparameter. Die Vorteile? Modelle lassen sich auf eigenen Servern ausführen, gezielt anpassen, weitertrainieren – ganz ohne Abhängigkeit von externen Plattformen oder API-Kosten.
Gerade in sensiblen Bereichen wie Datenschutz, Edge Computing oder bei individuellen Anwendungsszenarien können Open Weights den entscheidenden Unterschied machen. Auch wirtschaftlich ergeben sich Vorteile, da hohe Nutzungsgebühren entfallen und mehr Flexibilität entsteht.
Wie sich dieses Maß an Kontrolle im Vergleich zu klassischen geschlossenen Modellen wie GPT-4 oder Claude auswirkt, lässt sich auch am kreativen Funktionsspektrum von GPT-4o beobachten – mehr dazu im aktuellen Artikel zu den neuen Bildgenerierungs-Features auf OnlineMarketing.de.
ChatGPT:
GPT-4o Image Generation jetzt auch kostenlos nutzbar
Reaktion auf den Open Source Boom? Der DeepSeek-Effekt
Dass OpenAI jetzt plötzlich offen über offene Modelle spricht, dürfte auch mit der rasanten Entwicklung von Konkurrenzangeboten zusammenhängen. Besonders das chinesische Modell DeepSeek R1 hat zuletzt mit starker Performance und niedrigen Trainingskosten weltweit für Aufsehen gesorgt. Auch wenn kritische Stimmen auf die begrenzte Transparenz bei Trainingsdaten hinweisen – das Signal ist klar: Open Weights funktionieren.
Neben DeepSeek verfolgen auch Meta mit Llama, Google mit der Gemma-Modellreihe, das französische Start-up Mistral und Organisationen wie HuggingFace (BLOOM) eine vergleichsweise offene Modellstrategie – mal mehr, mal weniger restriktiv.
Entwickler:innen, aufgepasst: Das Modell soll lokal laufen
OpenAI Engineer Steven Heidel ließ auf X durchblicken, dass das Modell lokal betreibbar sein wird – also auf eigener Hardware ohne Cloud-Zwang.
we're releasing a model this year that you can run on your own hardware https://t.co/0ji9oezNyr— Steven Heidel (@stevenheidel) March 31, 2025
Das wäre ein starkes Signal an alle, die KI in abgeschotteten Systemen oder mit besonders hohen Sicherheitsanforderungen einsetzen wollen. Details zur Modellarchitektur oder zur Lizenz sind bisher nicht bekannt. Entscheidend wird sein, wie offen das Modell am Ende wirklich ist – technisch wie rechtlich.
Wer sich für die intuitive Weiterentwicklung von GPT-4o interessiert, findet im Update-Artikel zur kreativen Interaktion weitere spannende Anwendungsbeispiele.
GPT-4o Update:
Intuitiver und kreativer
– doch etwas wird fehlen
OpenAI positioniert sich neu im KI-Wettbewerb
Mit der Ankündigung eines Open-Weight-Modells vollzieht OpenAI eine strategische Wende – weg von rein geschlossenen Systemen hin zu mehr Transparenz und technischer Selbstbestimmung für Entwickler:innen und Unternehmen. Der Schritt stärkt das Ökosystem rund um offene KI und signalisiert, dass selbst führende Anbieter:innen die wachsenden Anforderungen nach Kontrolle, Datenschutz und Kostenoptimierung nicht mehr ignorieren können. Für den professionellen Einsatz bedeutet das: Mehr Flexibilität, niedrigere Betriebskosten und neue Möglichkeiten zur Modellanpassung auf lokaler Infrastruktur.
Entscheidend für die langfristige Relevanz wird sein, wie umfassend OpenAI die Offenheit technisch wie rechtlich tatsächlich gestaltet. Doch schon jetzt steht fest: Die Grenze zwischen proprietären und offenen KI-Systemen beginnt sich sichtbar zu verschieben – mit weitreichenden Implikationen für Innovation, Wettbewerb und Souveränität in der KI-Nutzung.