Wenn ihr in einem Land in Asien ein eigenes Auto habt, ist das so, als tragt ihr bei uns eine dicke Rolex

Ein Auto in Singapur zu besitzen, ist extrem teuer. Das System soll Verkehr und Emissionen reduzieren, macht Autos aber zum Luxusgut. Der Beitrag Wenn ihr in einem Land in Asien ein eigenes Auto habt, ist das so, als tragt ihr bei uns eine dicke Rolex erschien zuerst auf Mein-MMO.de.

Apr 3, 2025 - 06:42
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Wenn ihr in einem Land in Asien ein eigenes Auto habt, ist das so, als tragt ihr bei uns eine dicke Rolex

Ein Auto in Singapur zu besitzen, ist extrem teuer. Das System soll Verkehr und Emissionen reduzieren, macht Autos aber zum Luxusgut. Viele setzen daher auf das effiziente Nahverkehrssystem, während andere trotz hoher Kosten nicht auf ein eigenes Fahrzeug verzichten wollen.

Um welches Land geht es? Singapur, der kleine Stadtstaat zwischen Malaysia und Indonesien, beherbergt kaum mehr als fünf Millionen Einwohnern. Dort ist ein Auto nicht einfach ein Fortbewegungsmittel, sondern ein Symbol für Wohlstand.

Wie das Magazin Xataka berichtete, muss man dort tief in die Tasche greifen, wenn man ein Auto fahren will. Das liegt am Certificate of Entitlement (COE). Eine Lizenz, die allein schon bis zu 76.000 US-Dollar kostet, bevor man überhaupt ein Auto kaufen kann. Für größere Fahrzeuge oder SUVs steigen die Preise sogar auf über 106.000 US-Dollar. Damit ist Autofahren in Singapur so teuer wie nie zuvor.

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Autofahren als Luxusgut, statt Notwendigkeit

Warum ist Autofahren in Singapur so teuer? Das COE-System wurde 1990 eingeführt, um Verkehrschaos und Umweltverschmutzung zu reduzieren. Da Singapur als kleiner Stadtstaat nur begrenzten Platz hat, setzt die Regierung auf eine strikte Regulierung der Fahrzeuganzahl.

Zweimal im Monat werden COE-Lizenzen auf Plattformen versteigert. Die Lizenz muss pro Fahrzeug erworben werden und ist dann 10 Jahre gültig. Je nach Nachfrage steigen die Preise rasant. Für viele Einwohner sind die hohen Kosten kaum noch tragbar.

Das ist die Alternative zum Auto: Singapur hat eines der besten öffentlichen Verkehrssysteme der Welt. Busse, Bahnen und Ride-Sharing-Dienste wie Grab machen ein Auto oft überflüssig. Eine Fahrt kostet selten mehr als zwei Dollar, nur ein Bruchteil der monatlichen Kosten eines eigenen Fahrzeugs.

Auch Motorräder sind eine Alternative, da deren COE mit rund 7.900 US-Dollar vergleichsweise günstig ist. Während es für einige Einwohner eine Herausforderung ist, auf ein Auto zu verzichten, sehen andere darin den Preis für eine gut organisierte Stadt.

Ein System mit Vor- und Nachteilen

Was ist der Nachteil des Systems? Während Wohlhabende sich die Gebühren problemlos leisten können, geraten Familien mit mittlerem Einkommen unter Druck. Da die Lizenz nach 10 Jahren ausläuft und neu erworben werden muss, stehen viele Familien vor der Entscheidung: Sollen sie ihr Auto behalten, verschrotten lassen oder exportieren?

Wie die New York Times berichtete, zahlte ein Ehepaar 58.000 US-Dollar für einen gebrauchten Hyundai und muss nun über 10 % ihres Einkommens für Unterhalt, Versicherung und Benzin aufbringen.

Der Vorteil für die Stadt: Im Gegensatz zu Megastädten wie Bangkok oder Jakarta, wo tägliche Staus den Verkehr lahmlegen, bleibt Singapur mobil. Das strikte System sorgt für freie Straßen, weniger Umweltverschmutzung und eine effizientere Fortbewegung.

Wer es sich leisten kann, genießt die Freiheit der eigenen vier Räder, während für viele der öffentliche Nahverkehr die bessere Wahl bleibt. Ein Auto ist wie eine Rolex, schön zu haben, aber nicht zwingend nötig. Dabei bedeutet Luxus nicht, einen Ferrari oder Lamborghini zu besitzen. Statt ein Supersportwagen als Statussymbol zu fahren, wird das Auto zu einem symbolischen Besitz, der Wohlstand vermittelt.

Während in Singapur Autos ein Symbol für Wohlstand sind, zeigt ein anderes Beispiel, dass wahre Reichtümer nicht immer durch teure Besitztümer zur Schau gestellt werden. Der Milliardär Bill Gates fährt privat ein günstiges Elektroauto, welches er von einem Musiker geschenkt bekam. Hinter dem Geschenk verbirgt sich eine Form von Engagement.

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