Der Beweis: KI läuft auf 20 Jahre altem Apple PowerBook G4

Ein Entwickler hat ein KI-Experiment mit einem alten PowerBook gestartet. Er schaffte Außergewöhnliches. Ihr könnt KI sogar auf einem 20...

Apr 4, 2025 - 16:46
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Der Beweis: KI läuft auf 20 Jahre altem Apple PowerBook G4

Ein Entwickler hat ein KI-Experiment mit einem alten PowerBook gestartet. Er schaffte Außergewöhnliches.

Ihr könnt KI sogar auf einem 20 Jahre alten PowerBook G4 zum Laufen bringen – wenn ihr genug Ehrgeiz mitbringt.

Das beweist der Retro-Computing-Enthusiast Andrew Rossignol, der das Llama2-Modell auf seinem 2005er Mac mit 1,5-GHz-CPU und 1 GB RAM zum Leben erweckt hat. Der Trick: Eine modifizierte Version von llama2.c, die komplett auf C-Code setzt und keine Grafikkarte benötigt.

Was war sein größtes Hindernis?

Die PowerPC-7447B-CPU arbeitet mit Big-Endian-Speicherarchitektur – modernes KI-Training läuft auf Little-Endian-Systemen. Die Lösung: Ein eigens geschriebener Konverter, der die Modelldateien Byte für Byte umdreht.

Zusätzlich optimierte der Tüftler den Code für die 32-Bit-Umgebung und ersetzte Speicherzuweisungen durch manuelles Kopieren, um die 4-GB-Adresslimit zu umgehen.

Extrem langsame Ausführung

Mit dem TinyStories-110M-Modell generiert der Oldtimer nun Kindergeschichten – wenn auch langsam. Während ein moderner Xeon-Server 6,91 Tokens/Sekunde schafft, bringt es das PowerBook auf magere 0,77 Tokens/Sekunde.

Dank AltiVec-SIMD-Befehlen (Vorläufer heutiger AVX) ließ sich die Geschwindigkeit immerhin um 30 Sekunden pro Anfrage steigern.

Spannend für Coder

Der umgebaute Ullm-Code nutzt Callbacks für Token-Ausgaben und eine Library-API, die sich einfach testen lässt. So überprüfte der Entwickler, ob die KI auf beiden Architekturen identische Texte ausspuckt.

Doch Grenzen gibt’s auch. Größere Modelle wie Llama2-7B passen nicht in den 32-Bit-Speicher. Bleibt die Erkenntnis: Selbst antike Hardware kann Künstliche Intelligenz schlucken – wenn man sie mit Code-Alchemie füttert…

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